Paraguay kennt siebzehn Indianervölker, die in fünf linguistische Gruppen zusammengefasst werden:

Paraguay kennt siebzehn Indianervölker, die in fünf linguistische Gruppen zusammengefasst werden:

1. Die Familie der Guaranies (6 Völker)

1.1. Die Guaraní ñandeva (auch als Tapieté und Guasurangé bezeichnet) Im Westen Paraguays bilden die
1.2. Die Guarayos und Chiriguanos die einzigen Guaraní-Indianr, die im Chaco leben (etwa 1500 an der Zahl, in Bolivien etwa 60 000, in Argentinien sollen weitere Gruppen existieren
1.3. Die Aché, früher Guayaki, weniger als 1.000 leben sie in der Nähe von Salto del Guairá, Santa Rosa, zwischen den Flüssen Akaray und Yguazú, zwischen dem Arroyo (Bach) Hondo und dem Fluss Tobatiry, zwischen den Flüssen Ypetin Guasú, Ñacunday und Yñaró. Sie wurden lange brutal verfolgt und gehörten zu den letzten Sklaven Paraguays (1967 in San Juan Nepomuceno) und wurden bis 1973 gejagt
1.4. Die e Avá-Chiripá, Avá-Guaraní, Avá-Katueté oder Avá-Apapokuva zählen etwa 6.500 Mitglieder in 35 Gemeinden im Osten des Landes, angrenzend an Brasilien, nördlich der Achse Asunción-Ciudad del Este. In Brasilien werden sie Ñandeva genannt
1.5. Die Mbyá, Kaayguá, Apyteré (in Brasilien Cainguá und in Argentinien Guaraní genannt) bestehen aus etwa 4.000 Mitgliedern in 81 Gemeinden in Ostparaguay bis zum Paranafluss (Encarnacion) verstreut und immer noch bedroht, weil ihre Ländereien invadiert werden.
1.6. Die Paï-Tavyterá, der grösste Stamm Paraguays mit etwa 11.000 Mitgliedern, nördlich vom Rio Jejui bis zur brasilianischen Grenze in 38 Gemeinden verteilt.
Die Guaranies zählen zusammen etwa 25.000 Personen (Daten von 1984) in 174 Gemeinden und leben hauptsächlich im Osten Paraguays (östlich des Paraguayflusses). Alle anderen Stämme leben im Chaco.

2. Die Familie der Maskoy (5 Völker)

Im Gegensatz zur linguistischen Familie der Guaraní-Indianer sind die Maskoy sehr homogen und ihre fünf Sprachen sind sich sehr ähnlich. Vielerorts bilden sie gemischte Gemeinden.
2.1. Die Angaité verteilen sich in drei Regionen: San Carlos (Alto Paraguay) ihr wohl traditionellster Herkunftsort; nördlich von km 220 der Strasse Filadelfia – Osten und nördlich von 25 Leguas, in der Nähe der heutigen Transchacostrasse. Sie bestehen aus 3.500 Mitgliedern in vier Gemeinden, in vier Gemeinden anderer Ethnien leben verschiedene Angaité-Familien
2.2. Die Guaná, zusammen etwa 650 Personen, die meisten in einer einzigen Gemeinde in der Nähe von Vallemí, die übrigen leben verstreut in Gemeinen anderer Ethnien.
2.3. Die Enthlet, mehr bekannt unter dem Namen Lengua, stammen hauptsächlich aus der Gegend, wo die Mennoniten sich angesiedelt haben. Mit 8.000 Mitgliedern in siebzehn Siedlungen sind sie die grösste Untergruppe der Maskoy. Sie besassen ein grosses Gebiet vom Paraguayflusss bis nach Gral. Díaz und vom Montelindo-Fluss bis zu den heutigen Mennonitenkolonien.
Die nördlichen Enthlet unterscheiden sich von den südlichen Enthlet durch ihre Dialekte und verschiedene Schreibweise ihrer Dialekte, verursacht durch die unterschiedliche Missionierung: die südlichen Enthlet wurden durch die Anglikaner (englisch) und die nördlichen durch die Mennoniten (deutsch) missioniert.
2.4. Die Sanapaná befinden sich noch in einem Prozess der Ansiedlung zwischen dem Paraguayfluss und dem Landesinnern, wo sie über fünf Siedlungen verfügen (ausser den "Verstreuten") und insgesamt 2.500 Mitglieder zählen.
2.5. Die Enenlhit, öfters auch Toba Maskoy oder einfach Toba genannt zählen in etwa 1.300 Mitglieder in sechs Siedlungen und stammen ursprünglich aus Bolivien, von wo aus si den paraguayischn Chaco besiedelten und heute zwischen den Flüssen Mosquito und Rio Negro siedeln. Bekannt wurden si durch ihre Konflikte mit der Latifunistenfirma Carlos Casado in Casanillo.
Insgesamt umfasst diese Sprachgruppe somit etwa 16.000 Mitglieder in sechzehn Siedlungen.

Paraguay kennt siebzehn Indianervölker, die in fünf linguistische Gruppen zusammengefasst werden:

1. Die Familie der Guaranies (6 Völker)

1.1. Die Guaraní ñandeva (auch als Tapieté und Guasurangé bezeichnet) Im Westen Paraguays bilden die
1.2. Die Guarayos und Chiriguanos die einzigen Guaraní-Indianr, die im Chaco leben (etwa 1500 an der Zahl, in Bolivien etwa 60 000, in Argentinien sollen weitere Gruppen existieren
1.3. Die Aché, früher Guayaki, weniger als 1.000 leben sie in der Nähe von Salto del Guairá, Santa Rosa, zwischen den Flüssen Akaray und Yguazú, zwischen dem Arroyo (Bach) Hondo und dem Fluss Tobatiry, zwischen den Flüssen Ypetin Guasú, Ñacunday und Yñaró. Sie wurden lange brutal verfolgt und gehörten zu den letzten Sklaven Paraguays (1967 in San Juan Nepomuceno) und wurden bis 1973 gejagt
1.4. Die e Avá-Chiripá, Avá-Guaraní, Avá-Katueté oder Avá-Apapokuva zählen etwa 6.500 Mitglieder in 35 Gemeinden im Osten des Landes, angrenzend an Brasilien, nördlich der Achse Asunción-Ciudad del Este. In Brasilien werden sie Ñandeva genannt
1.5. Die Mbyá, Kaayguá, Apyteré (in Brasilien Cainguá und in Argentinien Guaraní genannt) bestehen aus etwa 4.000 Mitgliedern in 81 Gemeinden in Ostparaguay bis zum Paranafluss (Encarnacion) verstreut und immer noch bedroht, weil ihre Ländereien invadiert werden.
1.6. Die Paï-Tavyterá, der grösste Stamm Paraguays mit etwa 11.000 Mitgliedern, nördlich vom Rio Jejui bis zur brasilianischen Grenze in 38 Gemeinden verteilt.
Die Guaranies zählen zusammen etwa 25.000 Personen (Daten von 1984) in 174 Gemeinden und leben hauptsächlich im Osten Paraguays (östlich des Paraguayflusses). Alle anderen Stämme leben im Chaco.

2. Die Familie der Maskoy (5 Völker)

Im Gegensatz zur linguistischen Familie der Guaraní-Indianer sind die Maskoy sehr homogen und ihre fünf Sprachen sind sich sehr ähnlich. Vielerorts bilden sie gemischte Gemeinden.
2.1. Die Angaité verteilen sich in drei Regionen: San Carlos (Alto Paraguay) ihr wohl traditionellster Herkunftsort; nördlich von km 220 der Strasse Filadelfia – Osten und nördlich von 25 Leguas, in der Nähe der heutigen Transchacostrasse. Sie bestehen aus 3.500 Mitgliedern in vier Gemeinden, in vier Gemeinden anderer Ethnien leben verschiedene Angaité-Familien
2.2. Die Guaná, zusammen etwa 650 Personen, die meisten in einer einzigen Gemeinde in der Nähe von Vallemí, die übrigen leben verstreut in Gemeinen anderer Ethnien.
2.3. Die Enthlet, mehr bekannt unter dem Namen Lengua, stammen hauptsächlich aus der Gegend, wo die Mennoniten sich angesiedelt haben. Mit 8.000 Mitgliedern in siebzehn Siedlungen sind sie die grösste Untergruppe der Maskoy. Sie besassen ein grosses Gebiet vom Paraguayflusss bis nach Gral. Díaz und vom Montelindo-Fluss bis zu den heutigen Mennonitenkolonien.
Die nördlichen Enthlet unterscheiden sich von den südlichen Enthlet durch ihre Dialekte und verschiedene Schreibweise ihrer Dialekte, verursacht durch die unterschiedliche Missionierung: die südlichen Enthlet wurden durch die Anglikaner (englisch) und die nördlichen durch die Mennoniten (deutsch) missioniert.
2.4. Die Sanapaná befinden sich noch in einem Prozess der Ansiedlung zwischen dem Paraguayfluss und dem Landesinnern, wo sie über fünf Siedlungen verfügen (ausser den "Verstreuten") und insgesamt 2.500 Mitglieder zählen.
2.5. Die Enenlhit, öfters auch Toba Maskoy oder einfach Toba genannt zählen in etwa 1.300 Mitglieder in sechs Siedlungen und stammen ursprünglich aus Bolivien, von wo aus si den paraguayischn Chaco besiedelten und heute zwischen den Flüssen Mosquito und Rio Negro siedeln. Bekannt wurden si durch ihre Konflikte mit der Latifunistenfirma Carlos Casado in Casanillo.
Insgesamt umfasst diese Sprachgruppe somit etwa 16.000 Mitglieder in sechzehn Siedlungen.

3. Die Familie Matako

3.1. Die Manjui oder geläufiger Choroti leben nordöstlich der Stadt Mariscal Estigarribia. Eine Untergruppe nennt sich Eclenjui. Die Manjui zählen höchstens noch etwa 500 und leben die meisten innerhalb der Nivaclésiedlungen und assimilieren sich.
3.2. Die Maká sollen laut der Ethnologin Susnik Abkömmlinge der Enimagá sein und bilden die südlichste aller Indianergruppen. Einige leben vor den Toren der Hauptstadt Asunción, einige unter den Nivaclés, zusammen zählen sie etwa 900 Mitglieder.
3.3. Die Nivaclés, auch Chulupies genannt und von anderen manchmal abschätzig auch Ashlushlay ("Iguanaesser" genannt) zählen rund 12 000 Mitglieder und leben in zweiundzanzig Siedlungen. Sie besiedelten weite gebiete zwischen dem Pilcomayofluss und Mariscal Estigarribia, von Pedro P. Peña bis nach Fichat San Leonardo (ex – Laguna Escalante) In Argentinien und vermutlich auch in Bolivien gibt es auch Nivaclés.
In Paraguay zählt dise Sprachgruppe in siebenundzwanzig Siedlungen rund 13.400 Personen.

4. Die Familie Zamuco

4.1. Die Ayoreode waren gefürchtet als "Moros" , sowohl von den Paraguayern und Mennoniten als auch von den anderen Indianerstämmen. Sie wurden, so wie in Ostparaguay die Achés, erst in den 50iger Jahren "befriedet" oder "erobert". Sie leisteten der "Zivilisierung" heftigen Widerstand und wurden daher als "Wilde" bezeichnet, die es zu "bezwingen" galt. Einen Ayoreo zu töten war bis vor kurzem eine Heldentat für einen Soldaten. Heute überleben sie, ausser den in Bolivien lebenden, in sieben Siedlungen, wovon mindestens eine Gruppe noch praktisch wild und unberührt in den Chacobüschen jagt und sammelt. Insgesamt zählen sie etwa 2 500 Personen.
4.2. Die Chamacocos teilen sich in 3 Untergruppen
- die Yshyr oder Horio,
- die Ebitoso, und die
- Tomárahô ( oder tomarxa) Ihr traditionelles Gebiet liegt nördlich des Pilcomayo-Flusses (auf der paraguayischen Seite) und an der Zahl dürften es etwa 1.000 Personen sein.
Gesamthaft bildet diese Sprachgruppe mit den beiden Stämmen 12 Siedlungen mit etwas über 3500 Personen

5. Die Familie Guaycurú

Die meisten der Toba quom leben in Argentinien, wo sie sich Toba nennen. Sie bilden eine Minderheit von etwa 1 000 Personen und leben in fünf Siedlungen im "Bajo Chaco" (im niederen Chaco)
So wie alle Statistiken hat auch diese ihre Fehler. Es ist nicht einfach eine Zählung der Indianer durchzuführen, weil sie keine Zivilregister kannten (und teilweise auch heute noch nicht kennen) und viele von ihnen unterwegs sind.
Insgesamt dürfte, eine Dunkelziffer von etwa 50% mit eingerechnet, der Gesamtbestand an Indianer in Paraguay gegen 90.000 sein. Derzeit dürfte ihre Zahl eher wieder etwas zunehmen, hauptsächlich wegen des Wegfalls der von ihnen vorher ausgeübten Geburtenkontrolle und der Euthanasie.
Ziemlich realistisch ist die Zahl von 250 indianischen Siedlungen in Paraguay, etliche im Entstehen begriffen.

 

 


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